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Thema: Neue kaufmännische Ausbildung sinnvoll?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Sachbearbeiter
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    Neue kaufmännische Ausbildung sinnvoll?

    Hallo,


    ich habe ein großes Problem. Ich habe große Schwierigkeiten momentan einen Arbeitsplatz als Bürokaufmann zu finden, trotz meiner guten Noten; Schnitt 1,2. Es liegt denke ich bei mir an meinem Ausbildungsbetrieb. Ich habe dort nicht viel gelernt; habe mir in der Schule nur die theorie reingepaukt und beherrsche diese natürlich auch noch.

    Ich würde sehr gerne im öffentlichen Dienst arbeiten aber dort ist auch ein gewisses Wissen gefragt, welches mir als Bürokaufmann nicht vermittelt wurde. Ich hatte mich damals vergeblich beworben, und wurde abgelehnt weil mein Realschulzeugnis damals nicht so toll aussah. Die Dame die dort das Auswahlverfahren durchzieht hatte mir deutlich gemacht, dass es mit meinen damaligen Noten nicht machbar wäre. (Da sieht man mal, dass Noten nichts auszusagen haben).

    Die Berufe die ich anstreben würde wären der Fachangestellt für Bürokommuniaktion, Beamter im mittleren Dienst oder Verwaltungsfachangestellte.

    Macht es Sinn da nochmal eine neue Ausbildung zu starten, obwohl ich den Bürokaufmann schon gelernt habe?

    Danke schonmal

    Grüße
    Geändert von nEw_sTyLe (11.07.2012 um 14:58 Uhr)

  2. #2
    Benutzer Azubi
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    hi,

    leider wirst du erst einen Ausbildungsplatz zum Sommer 2013 bekommen, denn dafür suchen Sie. Daher mußt du das Jahr überbrücken. Warum soll sich das nicht lohnen, du gehst damit in eine andere fachliche Richtung, und das Wissen als Bürokauffmann kann dir keiner nehmen. Mach es was du kannst nimmt mit.
    Auch ich bekomme keine Arbeit, ich leider den Durchschnitt nicht was du erreicht hast, leider war es bei mir eine glatte 3. Das Hauptproblem ist bei mir die 58 Kunklte in EDV. Die mich zu keinem Vorstellungsgespräch eher hindern als fördern.
    Wünsche dir viel Glück bei deiner Bewerbung
    Gruß Schwäbli

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Sachbearbeiter
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    Ich werde recht häufig eingeladen und nach so vielen Gesprächen mach ich mich auch recht gut. Das wird mir immer von den Gesporächspartnern gesagt.
    Am Ende hängt es immer daran, dass es immer eine Person gibt die besser passt.

    Das nervt total! Das kanns wirklich nicht sein.

    Mein Arbeitszeugnis ist 1a, meine Noten 1a. Ich kann mir selber nichts vorwerfen; vielleicht meinem Betrieb, der mir vieles nicht beigebracht hat.
    Vielleicht wäre es wirklich besser eine neue Ausbildung im öffentlichen Dienst zu beginnen.

    Dann treff ich wieder auf die Dame (Personalleiterin), die mir damals eine kaufmännische Lehre nicht (!) zugetraut hat.

    Aber da muss man auch erstmal eine Stelle finden. Ich denk mal, dass die da den jüngeren eher eine Chance geben; bin ja mittlerweile schon 25 :-(.

    Viel Glück dir weiterhin Schwäbi.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Substitut
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    Die folgenden Ideen und Überlegungen sind bitte als Denkanstöße zu verstehen, nicht als pauschale Wertungen:

    Deine Noten sind ja nun wirklich beeindruckend gut ... hätten Personaler deine Bewerbung für eine Ausbildung im o. g. Bereich auf dem Tisch...käme fast zwangsläufig die Frage auf, warum jemand mit diesem Abschluss (und den Noten) noch eine vergleichbare bzw. etwas niedriger eingestufte Ausbildung beginnen will. Da ist eine gute Begründung schon im Bewerbungsschreiben dringend erforderlich.

    Wenn es auf eine weitere Ausbildung hinauslaufen soll, sind verwandte Berufe im kaufmännischen Bereich wie Personaldienstleistung, Kaufmann im Gesundheitswesen, Sport- und Fitness, Bankkaufleute, Steuerfachangestellte, Informatikkaufleute oder Sozialversicherungsangestellte sicherlich erfolgversprechender. Falls du eine Uni in der Nähe hast, guck doch mal, was die so ausbilden. Gleiches gilt für die Stellen in der Öffentlichen Verwaltung; da sind auch mal Berufe wie Mediengestalter, Fachkräfte für med. Dokumentation oder Veranstaltungskaufleute gefragt.

    Weitere Bewerbungen sind auch mit dem derzeitigen Abschluss häufig erfolgreich: Stellen beim Finanzamt (interne Ausbildung), Stellen in der Schulverwaltung, aber auch mal direkt bei der Agentur für Arbeit (ggf. weitere Ausbildung oder Umschulung Fachkraft für Arbeitsmarktdienstleistungen), Krankenhäusern oder sozialen Einrichtungen.

    Tipp Weiterbildung: alle Angebote zur Weiterbildung nutzen - scheint dir ja relativ leicht zu fallen; Ideen wären da Finanzbuchhaltung, Prozesse wie Einkauf oder Lohn + Gehalt... Dies würde dann auch in den Augen der Personaler später als Aufstiegsfortbildung angerechnet werden

    Für eine finanzielle Förderung einfach mal die Möglichkeiten verschiedener Fördertöpfe z. B. auf der Seite von Stiftung Warentest - Weiterbildung - durchstöbern oder eine Weiterbildungsberatung aufsuchen.

    Beim einem evtl. Besuch der Agentur für Arbeit dann die erarbeiteten Ideen in deiner Reihenfolge vorstellen - die Mitarbeiter haben sicherlich noch ein paar Tipps parat, wo gerade auf dem Arbeitsmarkt welche Qualifikationen gefragt sind (grins - kannst dich ja auch gleich bei denen intern bewerben).

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg ... und Durchhaltevermögen

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Sachbearbeiter
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    Nungut, den Fachangestellten für Bürokommunikation streiche ich jetzt mal raus; das ist wirklich recht niedrig vom Niveau. (Nichts gegen die, die das ausüben ;-))

    Jedoch wäre der Beamte im mittleren Dienst oder der Verwaltungsfachangestellte eine Ausbildung die mich sehr interessieren würde; auch deshalb, weil man im öffentlichen Dienst eine richtig gute kaufmännische Ausbildung genießen könnte, vor allem wäre es eine abwechslungsreiche Arbeit mit viel Bürgerkontakt (was mir natürlich sehr Spaß machen würde). Man kann hier mit Sicherheit sagen, dass man Top ausgebildet wird.

    Wichtig ist mir eine gute Ausbildung; und keine Ausbildung wo ich gar nichts lerne (wie bei meiner Erstausbildung). Da sollte sich mal die IHK selber hinterfragen, den Gürtel für Firmen enger zu schnallen und den Firmen mal unter die Finger zu schauen mit kleineren Kontrollbesuchen.

    Ich habe wirklich nicht viel gelernt. Wenn ich mir so den Ausbildungsrahmenplan anschaue, dann habe ich vielleicht 15% davon gelernt. Ich bin sauer auf mich selbst, wieso ich nicht abgebrochen habe (da wäre aber die Gefahr groß mit leeren Händen dazustehen). Ich war in einer Zwickmühle, weil es mit meinen Noten immer gut aussah, ich wollte nicht alles aufs Spiel setzen. Ich habe schon während meiner Erstausbildungssuche gekämpft überhaupt einen Platz zu bekommen und habe dann nach langem (!!!!) Suchen eine Stelle gefunden und gleich zugeschlagen; zu meinem Verhängnis.

    Ich bin psychisch schon etwas am Ende, da ich das selber nicht nachvollziehen kann.

    Ich denke deshalb, dass es besser ist einen Neustart zu beginnen und ich sehe da die besten Chancen im öffentlichen Dienst (was die Ausbildungsqualität angeht).
    Aber mit meinen ach so "tollen" Noten habe ich natürlich auch dort keinen Freifahrtsschein. Nehmen die überhaupt 26-Jährige Auszubildende oder achten die mehr auf die jüngeren Bewerber?

    Danke für die Antworten.

    Ein ziemlich frustrierter Bürokaufmann =((

  6. #6
    Benutzer Azubi
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    Zitat Zitat von nEw_sTyLe Beitrag anzeigen
    Nehmen die überhaupt 26-Jährige Auszubildende oder achten die mehr auf die jüngeren Bewerber?
    Mach dir da keine Sorgen. Ich bin selbst ÖDlerin. Habe meine FaMI-Ausbildung (zählt zu den käufmännischen Berufen) zwar direkt nach meinem Realschulabschluss gemacht - also mit 16. Aber ich hatte selbst eine Mitazubine, die bei Ausbildungsbeginn 29 war. Du kriegst auch in deinem Alter eine Chance.

    lg Eve
    Lesen macht Spaß!!!

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Substitut
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    Zitat Zitat von nEw_sTyLe Beitrag anzeigen
    Jedoch wäre der Beamte im mittleren Dienst oder der Verwaltungsfachangestellte eine Ausbildung die mich sehr interessieren würde; auch deshalb, weil man im öffentlichen Dienst eine richtig gute kaufmännische Ausbildung genießen könnte, vor allem wäre es eine abwechslungsreiche Arbeit mit viel Bürgerkontakt (was mir natürlich sehr Spaß machen würde). Man kann hier mit Sicherheit sagen, dass man Top ausgebildet wird((
    Die Aussage, dass im öffentlichen Dienst gute kaufmännische Ausbildungen angeboten werden, würde ich mit einem Fragezeichen versehen. Wie kommst du zu dieser sehr positiven Meinung?

    Der öffentliche Dienst bildet für die eigenen Belange aus. Dies bezieht sich vorrangig auf die Auslegung von gesetzlichen Bestimmungen und der Bearbeitung von Verwaltungsakten (Anträge, Bescheide, Ein- und Widersprüche usw.). Als Beispiel beklagen sich einige Azubis, die z. B. Kaufmann/-frau für Bürokomm. im öffentlichen Dienst gelernt haben/noch lernen darüber, dass sie

    a) nicht übernommen wurden (knappe Gelder),

    b) keine/wenig Erfahrung in der privaten Wirtschaft haben und durch den Aufbau der Ausbildung (ca. 5-6 verschiedene Ämter und Einrichtungen wie Bürgeramt, städt. Kliniken, Ordnungsamt, Wahlbüro, städt. Heime, Meldeamt, Kfz-Stelle, usw. / jedes halbe Jahr Wechsel) auch nicht das Gefühl hatten, in der Ausbildung die Vorgänge richtig zu lernen

    c) auf dem Arbeitsmarkt für Kaufleute gar keine Chance haben, weil die AG sagen, dass die Erfahrung aus dem öD für die Privatwirtschaft wenig zählt. Beschwerde des AG im Vorstellungsgespräch: mich interessiert nicht, ob Sie den Stempel an die richtige Stelle setzen können / Sie sollen hier nach wirtschaftlichen Grundsätzen die Beschaffung der Waren organisieren und mit unserem hauseigenen Programm so schnell wie möglich umgehen können...

    Auf der Suche nach einer Qualitätsausbildung könntest du ja noch mal raussuchen, welche Betriebe eine entsprechende Auszeichnung in den letzten Jahren bekommen haben; meistens verteilt die Kammer solche Ehrungen; teilweise auch die Berufsverbände. Stichworte wie excellente Ausbildung, Förderpreis für vorbildliche Ausbildung oder Wahl des besten Ausbildungsbetriebes - so oder ähnlich heißen die bei uns...

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Sachbearbeiter
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    Ich sehe ja selber meine Zukunft im öD; und ich bin der Meinung, dass ich die Ausbildung für den Beamten im mittleren Dienst sehr gut meistern werde, wenn ich denn genommen werden würde ;-).

    Ich denke, wenn man sich in der Zukunft im öD sieht, dann genießt man durchaus eine gute Ausbildung, und kann davon später auch Profit ziehen.

    Ich werde darüber berichten, wie es bei meiner Suche läuft .

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Substitut
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    hinterm Mond gleich links ;)
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    es gibt auch einen angestelltenlehrgang 1 der mit einer sog, angestelltenprüfung 1 abschließt. so brauchst du für den öffentlichen dienst keine extra 3-jährige ausbildung absolvieren, sondern nur einen mehrmonatigen lehrgang belegen.

    bsp. für niedersachsen:
    http://www.nds-sti.de/staticsite/sta...=61&topmenu=57
    Carpe Diem.

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